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Juravenator zum Fossil des Jahres 2009 gewählt

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Ein Jurajäger als Jahrhundertfund

Ausgezeichnet – und der kleine Raubdinosaurier im Jura-Museum Eichstätt hat auch ein neues „Zuhause". Es war ein Jahrhundertfund: Der besterhaltene, fleischfressende Dinosaurier (Theropode), der jemals in Europa gefunden wurde, stammt aus jurazeitlichen Plattenkalken der Altmühltal-Region. Die neue Dinosaurier-Gattung erhielt 2006 den Namen Juravenator - Jurajäger.

Juravenator gesellt sich zu den zahlreichen, in den letzten Jahren aus der Unterkreide von China bekannt gewordenen Theropoden, die unser Bild vom Aussehen der Dinosaurier geradezu revolutioniert haben. Der Fund von der Frankenalb kann diesen kreidezeitlichen Funden aus China durchaus Paroli bieten. Er zeigt sogar noch mineralisierte Reste der Weichteile wie etwa eine Beschuppung der Haut im Schwanzbereich.

Aufgrund seiner überragenden wissenschaftlichen Bedeutung wurde dieses auch optisch attraktive Fossil von der deutschen Paläontologischen Gesellschaft nun zum „Fossil des Jahres 2009“ gewählt. Juravenator ist - nach dem größten Ammoniten der Welt, der im Museum für Naturkunde in Münster ausgestellt ist - das zweite Fossil, das mit diesem Prädikat ausgezeichnet wird. Im Jura-Museum Eichstätt gibt es das weltweit einzige Exemplar dieses Raubdinosauriers zu sehen. Seit Ende Januar ist es in einem „standesgemäße Zuhause“, einer durch Spendengelder finanzierten Vitrine untergebracht.

Hintergrundinfos zum Juravenator

juravenatorandreaskarlstetter.jpgIm Jahr 1998, ganz am Schluss einer wissenschaftlichen Grabung des Jura-Museums Eichstätt in den Plattenkalken von Schamhaupten, machten zwei ehrenamtliche Helfer, die Brüder Klaus-Dieter und Hans Weiss, noch einen sensationellen Fund - allerdings bewahrten die Gesteinsplatten noch recht lange das Geheimnis ihres Inhalts, jedenfalls was die Qualität des Funds angeht.

Die sehr aufwändige Präparation der stark verkieselten kleineren Teilplatte legte zunächst nur einen Schädel frei, der sogleich als Raubdinosaurier (als Theropode) klassifiziert wurde. Dann versuchte man den geborgenen Gesteinsplatten zunächst mit Röntgencomputertomographie auf den Leib zu rücken. Da man auf den gewonnenen Bildern so gut wie nichts erkennen konnte, nahm man an, dass das Stück unvollständig sei und höchstens ein Drittel davon in den geborgenen Platten liege, der Rest davon wohl in kleine Stücke zerschlagen und unwiederbringlich verloren.

Im Jahr 2003 entschloss sich die neue Museumsleiterin zur weiteren Präparation des gefundenen Objekts: Nach weiteren 700 Stunden penibler Arbeit durch Pino ...

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